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Vorbeugung gegen Algen
Vorbeugen ist besser als Heilen
Es ist wichtig vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen, um den Algenwuchs im Vorfeld zu hemmen. Die nachfolgenden Tipps sollen Sie dabei unterstützen.

Konkurrenz erschwert das Leben

Wasserpflanzen und Algen (die ja auch Pflanzen sind) konkurrieren um Licht und Nährstoffe. Da die Wasserpflanzen jedoch einen effektiveren Stoffwechsel als die Algen besitzen, haben Algen in stark bepflanzten Aquarien meist keine Chance! Daher lautet die Devise: Fördern Sie den Pflanzenwuchs und setzen Sie schnell wachsende Pflanzen ein! (Abb. 1)

Konkurrenz


Für den optimalen Pflanzenwuchs haben sich folgende Maßnahmen bewährt:

  • Da Ihr Aquarium mit großer Wahrscheinlichkeit bereits eingerichtet ist, scheidet ein Langzeit-Nährboden aus. Bei einer Neueinrichtung wäre der Langzeit-Nährboden eine wirkliche Hilfe für einen perfekten Pflanzenwuchs von Anfang an.

  • Füttern Sie Ihre vorhandenen Pflanzen: Das Grundnahrungsmittel aller Pflanzen ist das Kohlendioxid (CO2), das mit CO2-Düngeanlagen dem Aquariumwasser zugeführt werden kann. (Abb. 3)

  • Neben dem Grundnahrungsmittel CO2 benötigen Pflanzen Mineralien und Spurenelemente, die das gesunde Wachstum erst ermöglichen. Mineralienmangel kann zu hellgrünen / transparenten Blättern führen (Abb. 2). Verwenden Sie wöchentlich und nach jedem Wasserwechsel einen flüssigen Basisdünger.

  • Empfindliche und anspruchsvolle Wasserpflanzen sind auch auf Nährstoffe angewiesen, die nicht wöchentlich auf "Vorrat" gedüngt werden können. Ein Tagesdünger versorgt auch diese Pflanzen mit den benötigten Spurenelementen, die bei wöchentlicher "Vorratsdüngung" durch den Sauerstoff im Wasser unbrauchbar gemacht würden.

  • Die Beleuchtung sollte mit pflanzenfördernden Vollspektrumröhren erfolgen. Vollspektrumröhren sind in ihrem Spektrum dem Sonnenlicht näher und daher für die Photosynthese der Pflanzen gegenüber anderen Röhrentypen (Zweiband- oder Dreibandröhren) überlegen. Dies wurde durch wissenschaftliche Untersuchungen belegt. Rötliche und insbesondere bläuliche Lichtfarben wirken eher algenfördernd - also Vorsicht! Direkte Sonneneinstrahlung fördert bei Anwesenheit von Nährstoffen den Algenwachstum und sollte daher vermieden werden.


Verringern Sie das Nahrungsangebot für Algen

  • Abgestorbene Pflanzenteile und Algen entfernen, da sie gespeicherte Nährstoffe (Nitrate und Phosphate) wieder freisetzen.

  • Fütterung der Fische optimieren: Pflanzenfresser benötigen Pflanzenkost und Räuber benötigen Fischfleisch. Falsches Futter führt zu einer höheren Wasserbelastung, da es nicht richtig verdaut und verwertet werden kann.

  • Phosphatreduziertes Futter verwenden. Dieses wird aus reinen Proteinen von Wassertieren hergestellt.

  • Sonnenbrilleneffekt verwenden: Durch Zugabe von z.B. JBL Tropol erhält das Wasser eine leichte Bernsteinfärbung, sie filtert zu viel Licht aus und die Mehrzahl unserer tropischen Fische fühlt sich in diesem Wasser wohler, weil es ihrem natürlichen Lebensraum näher kommt.



Tierische Helfer gegen Algen

Eine Langzeithilfe gegen Algen, die zudem auch noch hübsch anzusehen ist, sind Wirbellose oder Fische, die Algen in "Schach halten".
Als gute Algenfresser haben sich folgende Tiere bewährt:

  • Fische

1 Breitmaul-Harnischwelse (Chaetostoma spec.) - 2 Saugbarben (Garra spe.) - 3 Zwergsaugwelse (Otocinclus spec.) - 4 einige Peckoltia-Saugwelse

Tierische Helfer 1


5 Schnabelwelse - 6 Siamesische Rüsselbarbe (Epalzeorhynchus siamensis) - 7 Pittbull-Plecos (Parotocinclus jumbo)

Tierische Helfer 2


  • Garnelen

Die Amanogarnele (Caridina multidentata) gilt als beste Algenvernichter unter den Garneln.
Achtung: Viele Fischarten sehen Garnelen als Leckerbissen an.


  • Schnecken

Viele Schneckenarten sind sehr gute Algenvertilger. Man sollte nur aufpassen, dass es nicht zu viele werden.
Achtung: Schmerlen und Kugelfische fressen Schnecken!

Algen - was nun?