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Vorbeugen durch artgerechte Haltung
Viele Aquarianer und Verkäufer aus Zoofachgeschäften haben die Erfahrung gemacht, dass Fische in einem großen, gut bepflanzten Aquarium praktisch nie krank werden! Die Ursachen liegen auf der Hand: Ein großes Wasservolumen mit guten Wasserwerten, ein gesunder Pflanzenwuchs, der die Anzahl der Krankheitskeime gering hält und die Wasserwerte positiv beeinflusst, viele Versteckmöglichkeiten und damit weniger Stress für die Fische und zuletzt oft eine abwechslungsreiche Ernährung. Selbst wenn in einem solchen Aquarium eine Krankheit "eingeschleppt" wird, werden nicht gleich alle Fische infiziert. Aus dieser Situation lassen sich einige sehr wichtige Dinge für das normale Aquarium ableiten: 1. Platzbedarf Je mehr Platz die Fische haben, desto weniger Stress haben sie. Der Vergleich zum Menschen passt übrigens oft sehr gut: 8 Personen in einer 1-Zimmerwohnung haben auch eher Streit und Probleme, besonders wenn nie gelüftet wird. Dies leitet zu Punkt 2 über:
2. Wasserwerte
Ein regelmäßiger Teilwasserwechsel (1/3 des Wasserinhaltes alle 14 Tage) sollte durchgeführt werden, um Schadstoffkonzentrationen im Wasser gering zu halten. Der Filter schafft dies oft nicht vollkommen und muss mit einem Teilwasserwechsel unterstützt werden. Ein guter Wasseraufbereiter wie JBL Biotopol
entfernt aus dem Leitungswasser die meisten problematischen Substanzen wie Chlor und Schwermetalle. Pestizide und Herbizide hingegen müssen im Bedarfsfall mit Aktivkohle absorbiert werden (oft in Regionen mit starker Landwirtschaft). Oft versuchen Aquarianer, die Wasserwerte der Fische in der Natur mit viel Aufwand zu kopieren. Hierzu ist zu sagen, dass ein sauberes Wasser durch regelmäßigen Teilwasserwechsel einem "Herumpanschen" mit pH-Senkern und Härtehebern vorzuziehen ist, solange es um die Haltung und nicht um die Zucht geht. Bei der Fischzucht muss tatsächlich oft nachgeholfen werden, um natürliche Wasserwerte nachzuahmen. Es gibt einige wenige Fischarten, die negativ reagieren, wenn das Aquariumwasser sehr stark von den Wasserwerten der Heimatbiotope abweicht. Aber selbst ein Diskus oder Roter Neon leben wunderbar in mittelhartem Wasser, obwohl sie in Südamerika sehr weiches und saures Wasser vorfinden. Erst bei der Zucht benötigen sie dann wirklich eine geringe Härte und einen niedrigen pH-Wert.3. Ernährung
Auch hier ist der Vergleich zum Menschen angebracht: Wer sich nur von Cola, Fast Food und Süßigkeiten ernährt besitzt eine geringere Widerstandsfähigkeit als ein Mensch, der sich abwechslungsreich und gesund ernährt.
Für Fische gilt das gleiche Prinzip: Bitte nicht nur eine oder zwei Sorten Futter jahrelang füttern! Ihre Fische brauchen ebenso Abwechslung in der Ernährung wie Sie auch! Frostfutter ist eine Super Ergänzung, jedoch als Alleinfutter problematisch, da es keine Vitamine mehr enthält. Auch Trockenfutter aus der Dose verliert den Vitamingehalt etwa drei Monate nach Öffnung der Dose. Daher sollten Futterdosen auch nicht zu groß eingekauft werden und innerhalb von drei Monaten aufgebraucht sein! Eine Vitaminisierung des Futters (mit JBL Atvitol
) ist oft die einzige Möglichkeit, die Widerstandsfähigkeit und das Immunsystem der Fische zu stärken. Besonders im Krankheitsfall ist dies nötig, da Fische oft die Nahrungsaufnahme einstellen. Ebenso sollte man sich informieren, welchem Ernährungstyp der gehaltene Fisch angehört. Ist carnivor (fleischfressend), omnivor (allesfressend) oder herbivor (pflanzenfressend). Ungeeignetes Futter (Fleischkost für Pflanzenfresser oder umgekehrt) kann von den Fischen nur bedingt verarbeitet werden und führt somit zu einer Schwächung des Organismus und einer Wasserbelastung durch die halbverdauten Ausscheidungen.![]() 4. Einrichtung Nur ganz wenige Fischarten benötigen keine Versteckmöglichkeiten, da sie Schutz durch Schwarmbildung erhalten (.z.B. Regenbogenfische). Eine Aquarieneinrichtung mit Holzwurzeln, Steinen und Pflanzen ist in den meisten Fällen hilfreich, um den "Versteckstress" der Tiere zu verringern. Es ist sinnvoll, sich über die natürlichen Gegebenheiten des Heimatbiotops der gepflegten Fische zu informieren: Fische aus Felsbiotopen (z.B. Aufwuchsfresser aus dem Malawi- oder Tanganjikasee) benötigen viele Steine und kennen keine Pflanzen, Fische aus verkrauteten Uferregionen tropischer Flüsse benötigen einen entsprechenden Einrichtungscharakter. Fische die graben, benötigen weichen Bodengrund und Fische die springen ein gut abgedecktes Aquarium. 5. Umsetzen Viele Krankheiten entstehen beim oder nach dem Umsetzen der Fische. Schon beim Fangen der Fische werden vermeidbare Fehler gemacht: Statt eines zu kleinen Fangnetzes sind zwei Netze Hilfreich. Trocken aufbewahrte Netze werden hart und können dann beim Fang die Schleimhaut der Fische verletzen. Diese Verletzungen öffnen natürlich die Tür für Infektionen. Zu den Verletzungen kommt der Stress beim Umsetzen hinzu und so erklärt sich das oft beobachtete Erkranken neuer Fische. Einer der Hauptgründe für Infektionen vorhandener Aquarienbewohner durch neue Fische besteht darin, dass die "Neuen" einige Keime mitbringen, gegen die sie inzwischen resident sind, die "Alteingesessenen" jedoch noch nie erlebt haben und somit auch keine Abwehrkräfte dagegen entwickelt haben.
Mit JBL Acclimol
bietet JBL ein hervorragendes und vielfach geprüftes Produkt als Eingewöhnungsschutz an, das die Schleimhäute der Fische gegen Infektionen stabilisiert und das Immunsystem der Fische stärkt.
Hilfreich beim Hinzusetzen neuer Fische ist das Ausschalten der Beleuchtung und das Ablenken der "Alteingesessenen" durch Füttern und leichtes Umdekorieren.
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